Zurück zur Übersicht 16. Dezember 2025

STORAG ETZEL und Friesen Elektra schließen Vorvertrag zur Meerwassernutzung für den Wasserstoffpark Friesland

Bestehende Meerwasserleitung wird wichtiger Bestandteil der langfristigen Wasserversorgung der geplanten Elektrolyseanlage in Sande

Der Kavernenbetreiber STORAG ETZEL und Friesen Elektra Green Energy AG haben einen Vorvertrag über die Nutzung des bestehenden Meerwasser-Leitungssystems von STORAG ETZEL für den geplanten Wasserstoffpark Friesland in Sande geschlossen. Damit heben beide Partner ihre vereinbarte Absichtserklärung auf die nächste Stufe und definieren den rechtlichen und kommerziellen Rahmen für die künftige Nutzung der Leitungsinfrastruktur.

Leitungsinfrastruktur der STORAG ETZEL geeignet
Der Wasserstoffpark Friesland soll im Endausbau über 2,4 Gigawatt Elektrolyseleistung verfügen und auf einer Fläche von rund 72 Hektar entlang der Autobahn A29 entstehen. Für den Betrieb der Elektrolyse ist eine verlässliche und nachhaltige Wasserversorgung entscheidend – neben Oberflächenwasser rückt dabei Meerwasser als langfristige und unerschöpfliche Ressource in den Fokus.

Bereits im Dezember 2024 hatten STORAG ETZEL und Friesen Elektra in einer Absichtserklärung vereinbart, die Nutzung des seit den 1970er-Jahren bestehenden Leitungssystems für Meerwasser und Sole der STORAG ETZEL für den geplanten Wasserstoffpark zu prüfen. Seitdem wurden technische, rechtliche und wirtschaftliche Themen gemeinsam vertieft. Im Rahmen dieser Prüfungen wurden Teile der Anlagen begutachtet. Beide Unternehmen bestätigen auf dieser Basis die grundsätzliche Eignung der bestehenden Infrastruktur zur Wasserversorgung des Wasserstoffparks Friesland.

Gleichzeitig ist die mögliche Nutzung Meerwasserleitung inzwischen in das Wasserkonzept eingeflossen, das dem aktuellen Vorentwurf des Bebauungsplans für den Wasserstoffpark Friesland zugrunde liegt. Neben Oberflächenwasser aus dem regionalen Entwässerungssystem wird Meerwasser damit als weitere Option zur nachhaltigen Wasserbereitstellung berücksichtigt.

Meerwasser als nachhaltige Säule der Wasserversorgung
„Für die Realisierung des Wasserstoffparks ist eine nachhaltige und langfristig gesicherte Wasserversorgung entscheidend“, erläutert Maximilian von Wedel, CEO der Friesen Elektra. „Meerwasser ist für uns daher ein aussichtsreicher, sehr nachhaltiger und verlässlicher Baustein der langfristigen Wasserversorgung des Wasserstoffparks. Die bestehende Leitungsinfrastruktur der STORAG ETZEL bietet die Chance, diese Ressource effizient zu erschließen.“

Die Nutzung von entsalztem Meerwasser stellt eine konstante Wasserzufuhr sicher, da sie unabhängig von saisonalen Schwankungen ist. Vorgesehen ist, das Meerwasser über die Anlagen der STORAG ETZEL im Bereich der Niedersachsenbrücke in Wilhelmshaven zu entnehmen und zum Wasserstoffpark zu transportieren, um es dort in einer Entsalzungsanlage für die Elektrolyse aufzubereiten.

Der Vorvertrag als Meilenstein
Mit dem nun geschlossenen Vorvertrag haben STORAG ETZEL und Friesen Elektra die Leitplanken für die weitere Zusammenarbeit definiert. Neben dem rechtlichen und kommerziellen Rahmen für die künftige Nutzung der Leitungsinfrastruktur vereinbarten beide Partner, die Zusammenarbeit zur Meerwassernutzung für den Wasserstoffpark Friesland fortzuführen und zu vertiefen. Die Vereinbarung bildet die Grundlage dafür, die bestehende Infrastruktur schrittweise in die zukünftige Wasserstoffproduktion einzubinden und Investitions- und Planungssicherheit für beide Seiten zu erhöhen.

Impuls für den Energy Hub Wilhelmshaven
„Mit unseren leistungsfähigen Leitungen können wir den Wasserstoffpark Friesland effizient und
langfristig versorgen“, sagt Boris Richter, kaufmännischer Geschäftsführer der STORAG ETZEL. „Die Verbindung des Wasserstoffparks mit unserer Infrastruktur stärkt die Energieregion Wilhelmshaven als zukünftige Wasserstoffdrehscheibe in Deutschland – ein positives Signal für den „Energy Hub – Port of Wilhelmshaven. Der Vorvertrag ist ein weiterer Baustein, um einen echten Nukleus für die Wasserstoffwirtschaft in der Region zu schaffen.“

Der Wasserstoffpark Friesland wird künftig über mehrere Wasserstoff-Fernleitungen des geplanten Kernnetzes an zentrale Industrieregionen angebunden und steht in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Kavernenspeichern der STORAG ETZEL, in denen nach dem planmäßigen Abschluss des Pilotprojektes H2CAST Etzel grüner Wasserstoff in großen Mengen gespeichert werden soll.

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Foto: STORAG ETZEL GmbH

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