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6. März 2026
Leistungskultur neu denken: wie Führung zwischen Performance und Empathie gelingt
Wefers & Coll. bringt Führungspersönlichkeiten aus Wirtschaft und Verwaltung zusammen – Impulse für eine moderne Balance aus Steuerung und Eigenverantwortung
Wie gelingt es Unternehmen, ambitionierte Ziele zu verfolgen und zugleich eine Kultur zu schaffen, die Verantwortung, Orientierung und Vertrauen verbindet? Dieser Frage widmete sich das diesjährige Führungskräfte-Event der Unternehmerberatung Wefers & Coll. im Patentkrug Oldenburg, bei dem rund 90 Unternehmerinnen, Unternehmer und Führungskräfte aus dem Nordwesten zusammenkamen.
Unter dem Titel „Leistungskultur neu denken“ beleuchteten fünf Führungspersönlichkeiten aus Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung unterschiedliche Perspektiven moderner Führung.
Den Auftakt machte Nina Orywal, Head of Global HR bei der Big Dutchman AG. In ihrem Vortrag zeigte sie auf, warum Werte und Kompetenzen das Fundament nachhaltiger Performance bilden. Diese entstehe nicht allein durch ambitionierte Ziele, sondern durch Haltung. „Werte geben Orientierung, Kompetenzen schaffen Handlungsfähigkeit – beides zusammen prägt eine Kultur, die Ergebnisse dauerhaft trägt“, so Orywal.
Im Anschluss erläuterte Dr. Bernd von Garmissen, Direktor der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, wie öffentliche Institutionen den Spagat zwischen klarer Steuerung und gelebter Selbstverantwortung meistern. Anhand zentraler Führungsprinzipien machte er deutlich: Gute Führung setzt klare Ziele, schafft Verbindlichkeit und eröffnet zugleich Räume für Verantwortung und Gestaltung.
Im zweiten Vortragsblock analysierten Michael Wefers, beratender Gesellschafter, und Stefan Schmidt, Geschäftsführer, beide vom Gastgeber Wefers & Coll., weshalb Eigenverantwortung eine tragende Säule einer funktionierenden Leistungskultur ist. Ihr Fazit: Ohne Klarheit über Erwartungen, Rollen und Entscheidungsräume bleibt der Ruf nach Selbstverantwortung folgenlos.
Maren Fathmann, Personalleiterin der Stadtwerke Osnabrück AG, schloss die Runde mit einem Praxisbericht zur Weiterentwicklung der Leistungskultur im Zuge der Transformation des Energieversorgers. „Transformation gelingt nur, wenn wir nicht nur Geschäftsmodelle verändern, sondern auch unser Verständnis von Leistung und Zusammenarbeit“, so Fathmann. Veränderte Erwartungen an Sinn, Balance und Flexibilität erforderten eine Führung, die Orientierung gibt und Vertrauen ermöglicht.
Abgerundet wurde das Programm durch Hans-Joachim Katenkamp, der stellvertretend für die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) sprach. In seinem Grußwort dankte er für die Spendenbereitschaft der Gäste und gab Einblicke in die Arbeit der Seenotretter auf See und an Land.
Das Event verband fachliche Impulse mit sozialem Engagement: Statt einer Teilnahmegebühr baten die Veranstalter um eine Spende zugunsten der DGzRS.

v.l. Christian Vaske (Geschäftsführer, Wefers & Coll.), Stefan Schmidt (Geschäftsführer, Wefers & Coll.), Hans-Joachim Katenkamp (DGzRS), Maren Fathmann (Personalleitung, Stadtwerke Osnabrück AG), Dr. Bernd von Garmissen (Direktor, Landwirtschaftskammer Nds.), Nina Orywal (Head of Global HR, Big Dutchman AG), Michael Wefers (beratender Gesellschafter, Wefers & Coll.) Foto: Imke Folkerts