Zurück zur Übersicht 21. Februar 2024

STORAG ETZEL und Gasunie schließen Vertrag zur Wasserstoffspeicherung

Beim Thema Wasserstoffspeicherung bewegt sich derzeit viel. Während gleich vier
Unternehmen den potenziellen Speicherbedarf erkunden, ist Storag Etzel schon einen Schritt weiter. Das Unternehmen hat mit der niederländischen Gasunie einen ersten Großkunden gewonnen. Die Projektpartner haben sogenannte Optionsmietverträge für die Entwicklung von Wasserstoffspeichern in der Kavernenanlage im niedersächsischen Etzel unterzeichnet. Diese umfassen die Einlagerung von rund einer TWh Wasserstoff, teilte Storag-Etzel-Investor Patrizia mit. Es ist laut Angaben der Unternehmen das erste Mal, dass ein solcher Vertrag geschlossen wird.

Wie teuer wird Wasserstoffspeicherung?
Keine Angaben machten die Unternehmen indes zum Preisschild für die künftige Wasserstoffspeicherung. Diese wird wohl aber deutlich über den Preisen für Erdgas liegen, heißt es aus dem Markt. Das hat verschiedene Gründe. Einer davon sind die spezifischen Eigenschaften des Gases, so ist es zum Beispiel sehr viel flüchtiger als Erdgas. Zum anderen hat es eine geringere Energiedichte und einen niedrigeren Brennwert. In der Folge ist das erforderliche Speichervolumen für Wasserstoff rund viermal höher als das von Erdgas, es braucht also mehr Kavernenkapazität.

Die technischen Herausforderungen bei der Speicherung von Wasserstoff untersucht Storag Etzel bei dem Pilotprojekt “H2CAST Etzel”. Das Vorhaben soll zunächst den Nachweis erbringen, dass großvolumige Wasserstoffspeicherung in unterirdischen Kavernen möglich ist. Hierzu entwickelt der Betreiber zwei Wasserstoffkavernen. Im Frühjahr 2023 waren erste Dichtheitstests bereits erfolgreich. In der zweiten Hälfte dieses Jahres will Storag Etzel die Hohlräume mit bis zu 80 Tonnen Wasserstoff befüllen. Die komplette Testphase soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein.

Der künftige Wasserstoffspeicherbedarf gilt als hoch. Bisher schätzt der Speicherverband Initiative Energien Speichern (Ines), dass 2045 in Deutschland insgesamt Wasserstoffspeicher mit einer Kapazität von 72 bis 74 Mrd. kWh nötig sind. Aus den aktuellen Gasspeichern ließe sich nur eine Kapazität von 32 Mrd. kWh bereitstellen. Also wird es auch eine Vielzahl neuer Kavernen brauchen. Etzel bietet sich unter anderem als Standort dafür an. Der dortige Salzstock umfasst 75 in Betrieb befindliche Kavernen, in denen sich derzeit 3,9 Mrd. Kubikmeter Erdgas und zehn Mio. Kubikmeter Erdöl speichern lassen. Der Standort ließe sich ohne Probleme auf 99 Kavernen erweitern, weil für 24 noch nicht erschlossene Hohlräume bereits Genehmigungen vorliegen. Das entspricht einem Äquivalent von etwa fünf TWh Wasserstoff, hieß es vom Investor Patrizia. Eine durchschnittliche Erdgaskaverne in Etzel hat den Angaben zufolge
eine Größe von etwa 0,7 Mio. Kubikmetern und kann etwa eine TWh Energie speichern.

<?php echo $image_title; ?>

Aktuelle News.

23. September 2026

Beruflicher Erfolg und Einsatz für andere: Hans-Bretschneider-Preis 2...

Engagement und Verantwortung prägen den diesjährigen Preisträger Gute Leistungen verdienen Anerkennung. Besonders dann, wenn sie mit persönlichem Engagement, Verantwortungsbewusstsein und dem Einsatz für andere verbunden sind. Genau diese Verbindung stand …

Weiterlesen
22. September 2026

1.500 neue Studierende an der Jade Hochschule

Wintersemester in Wilhelmshaven, Oldenburg und Elsfleth gestartet An der Jade Hochschule beginnt heute das neue Wintersemester. An den Studienorten Wilhelmshaven und Elsfleth fanden dazu Begrüßungsveranstaltungen statt. Am Campus Oldenburg werden …

Weiterlesen
18. September 2026

Internationale Talente für unsere Region

Längst sind internationale Talente ein wichtiger Teil der Lösung im Wettbewerb um Fachkräfte. Gleichzeitig gibt es direkt vor unserer Haustür ein großes Potenzial: internationale Studierende, die ihre berufliche Zukunft in …

Weiterlesen
18. September 2026

Baustart für das TWWP in Wilhelmshaven

In Wilhelmshaven ist der Startschuss für das Trilaterale Weltnaturerbe-Wattenmeer-Partnerschaftszentrum, kurz TWWP, gefallen. Am Banter See entsteht auf einem bestehenden Bunker ein Gebäude mit gläserner Hülle. Der Entwurf stammt von der …

Weiterlesen
15. September 2026

wonBOT: Deutsche WindGuard bringt KI ins Asset-Management

In WONDER komplexe Betriebsinformationen schnell, sicher und gezielt abrufen Die Deutsche WindGuard Systems GmbH erweitert ihr Asset-Managementsystem WONDER um den KI-gestützten digitalen Assistenten wonBOT. Anwender stellen direkt in der Plattform …

Weiterlesen
11. September 2026

Jade Wirtschaftsregion bündelt Kräfte für die Zukunft

Gemeinsame Erklärung stärkt maritimen Sicherheits- und Innovationsstandort Beim traditionellen Parlamentarischen Abend der Jade Wirtschaftsregion kamen in Hannover am Donnerstagabend über 250 Gäste aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft im Alten Rathaus …

Weiterlesen
10. September 2026

Nächster Schritt für den Masterplan Mobilität: Austausch mit dem La...

Nach dem Besuch des Ministers für Wirtschaft, Verkehr und Bauen Grant Hendrik Tonne am 16.07.26 im Kreishaus in Wittmund, in dem eine anteilige Förderzusage des Landes für die Erstellung einer …

Weiterlesen
4. September 2026

JadeFuture 2026: Große Resonanz auf Berufschancenmesse

Volle Gänge, zahlreiche Gespräche und jede Menge Zukunftsperspektiven: Die JadeFuture 2026 hat am 3. September erneut eindrucksvoll gezeigt, wie stark und vielfältig der Arbeits- und Ausbildungsmarkt in der Jade Wirtschaftsregion …

Weiterlesen
3. September 2026

Achtung, Vertragsfalle! Wir warnen vor unseriösen Werbemails!

Es hört nicht auf. Erneut gibt es Anlass zu warnen – vor einem Angebot, über das wir man sich wundert – und das bei einer allzu eiligen Unterschrift 7840 Euro …

Weiterlesen
2. September 2026

Jade Hochschule und BFE stärken Fachkräftegewinnung in der Region

Zukunftsregion JadeBay fördert digitale Lernumgebung mit 930.000 Euro Wie können alle Lernenden optimal in ihren Lernprozessen begleitet und unterstützt werden? Dieser Frage widmen sich die Jade Hochschule und das Bundestechnologiezentrum …

Weiterlesen

Zum Newsroom