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Attraktive Wege zur Azubi-Gewinnung

AK SCHULEWIRTSCHAFT setzt sich mit neuartigen Ausbildungskonzepten auseinander, um dem Fachkräftemangel im Hotel- und Gaststättengewerbe entgegenzuwirken

Schon vor der Pandemie hatten Gastronomie und Hotellerie Probleme, Mitarbeiter zu gewinnen. Doch seit Corona leidet die Branche unter verstärktem Fachkräftemangel, vielerorts müssen Lokale an einzelnen Wochentagen sogar geschlossen bleiben. Junge Menschen, die mit der Schule fertig werden, überlegen sich heute dreimal, ob sie ihre berufliche Zukunft im Gastgewerbe sehen. Doch es braucht Nachwuchs – und der fehlt. Der Arbeitskreis SCHULEWIRTSCHAFT hat sich dazu am vergangenen Donnerstag getroffen und mit den Fragen auseinandergesetzt: Was können Unternehmen tun, um potentielle Auszubildende für die duale Ausbildung zu begeistern? Was können Schulen tun, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken?

Zu dem Thema Fachkräftemangel im Hotel- und Gaststättengewerbe: Attraktive Wege zur Azubi-Gewinnung begrüßten die beiden Sprecher:innen des Arbeitskreises Elke Schnitger und Reinhold Harms die Teilnehmer:innen im Hotel Upstalsboom in Varel. Marc Stickdorn (Hoteldirektor im Upstalsboom Hotel Varel) und Laarni Hanneken-Dessi (selbstständige Gastronomin in Wilhelmshaven) waren eingeladen, um über ihre Erfahrungen mit neuartigen Ausbildungskonzepten im Hotel- und Gaststättengewerbe zu berichten.

Das Upstalsboom, das als Hotelkette standortübergreifend im Bereich Ausbildung arbeitet, hat nach eigenen Angaben all ihre Maßnahmen nach der Frage ausgerichtet: „Was brauchen junge Leute, um ihre Ausbildung zu absolvieren?“ Stickdorn berichtet dazu, dass „im Unternehmen eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe gelebt wird und junge Menschen während der Ausbildung gestärkt werden würden, indem sie Verantwortung übernehmen.“ Das besondere an der Ausbildung seien die Austauschmodule über die Standorte hinweg. Dazu gehören beispielsweise das Upstalsboom-Camp zu Beginn der Ausbildung, bei dem die Auszubildenden mit der Unternehmenskultur vertraut gemacht werden und sie ihr eigenes Stärkenprofil herausarbeiten oder der „Pitstop“ bei dem sich die Azubibeauftragten regelmäßig mit den Azubisprechern austauschen. „Das Highlight sei das Angebot zur „Tour des Lebens“, bei der die Auszubildenden bei einer Auslandsreise Extremerfahrungen machen, dabei über sich hinauswachsen und voller Selbstvertrauen zurückkehren“, so der Hoteldirektor. Die kommende Reise ist in ein Krankenhaus nach Uganda geplant.

Laarni Hanneken-Dessi, die neben dem Laarnis Restaurant auch das Museumscafé im Marinemuseum betreibt, ist als Unternehmerin im Vergleich kleiner aufgestellt, hat aber dennoch einen besonderen Weg für ihr Ausbildungskonzept gefunden. Die gebürtige Wilhelmshavenerin stellt das familiäre Miteinander in der Zusammenarbeit in den Vordergrund. Sie möchte soziale Kompetenzen fördern, Bildung und Bewusstsein schaffen, Passion wecken und Stolz und Selbstbewusstsein aufbauen. Das dieses Konzept aufgeht, bestätigten ihre beiden Auszubildenden Julie Janßen und Katharina Sinnreich, die ebenfalls zur Veranstaltung eingeladen waren. Voller Überzeugung und Leidenschaft für den Beruf berichteten sie von ihren bisherigen Erfahrungen mit der Ausbildung bei Hanneken-Dessi.

In einer anschließenden offenen Gesprächsrunde diskutierten die Teilnehmer:innen über das Image der Branche, die Gewinnung von Auszubildenden über die Sozialen Medien und weiterführende Ausbildungskonzepte, die auch branchenübergreifend funktionieren könnten.

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