Zurück zur Übersicht 2. Juli 2026

Freundeskreis Herrlichkeit Gödens weiht Eichenskulptur feierlich ein

160 Jahre alte Eiche kehrt als Skulptur in den Schlossgarten zurück

Im feierlichen Rahmen wurde am Dienstagabend im Anschluss an die jährliche Mitgliederversammlung eine Eichen-Skulptur auf Schloss Gödens offiziell eingeweiht. Zahlreiche Mitglieder und Gäste waren der Einladung des Freundeskreises Herrlichkeit Gödens gefolgt, um gemeinsam das Kunstwerk zu enthüllen.

Im Vorfeld der Einweihung fand die jährliche Mitgliederversammlung des Freundeskreises Herrlichkeit Gödens in der Orangerie des Schlosses statt. Die Rekordbeteiligung der Mitglieder unterstrich dabei das große Engagement innerhalb des Vereins. In einem Moment des Gedenkens wurde dem langjährigen Vorstandsvorsitzenden Lutz Bauermeister erinnert, der Anfang des Jahres verstorben ist. Die Anwesenden gedachten seines engagierten Wirkens und nachhaltigen Einflusses auf den Freundeskreis. Im Anschluss wurden in einstimmiger Wahl der bisherige stellvertretende Vorsitzender Klaus-Peter Schaps zum neuen Vorsitzenden sowie Henning Wessels als neuer stellvertretender Vorsitzende und Claudia Baumgärtner als zusätzliches Vorstandsmitglied gewählt.

Danach folgte gemeinsam mit Familie von Wedel die Enthüllung der eindrucksvollen Skulptur. Diese hat eine bewegte Geschichte hinter sich: Vor gut einem Jahr fiel die 160 Jahre alte Eiche einem Sturm zum Opfer. Anstatt das Holz ungenutzt zu lassen, wurde in Zusammenarbeit des Freundeskreises Herrlichkeit Gödens und dem Schloss Gödens entschieden, daraus ein bleibendes Kunstwerk zu schaffen.

Bildhauer Thorsten Schütt arbeitete ein Jahr intensiv an der Umsetzung und formte mit Hilfe von Kettensägen, Schnitzeisen und Stechbeitel, aus dem Eichenstamm das Kunstwerk. Dabei folgt seine Arbeitsweise einem klaren künstlerischen Prinzip: Er arbeitet ausschließlich mit gewachsenem Holz, das er in seiner ursprünglichen Form annimmt. Natürliche Strukturen, Risse und die vom Holz im Laufe der Zeit entwickelten Eigenheiten werden bewusst in den Gestaltungsprozess einbezogen und sichtbar gemacht. Der in Friedeburg/Horsten lebende Künstler taufte die offen gestaltete Skulptur auf den Namen „Raum für Dank“. Nun hat die Eiche in Form einer Skulptur wieder einen Platz im Schlossgarten gefunden.

Gestiftet wurde das Objekt vom Freundeskreis Herrlichkeit Gödens, der das Kulturerbe Schloss Gödens unterstützt und insbesondere Erhaltungs- und Restaurierungsarbeiten an der Gesamtanlage umsetzt.

Fotos: Freundeskreis Herrlichkeit Gödens

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