CO2- und Wasserstoffspeicher: HES gestaltet Zukunftsthemen mit
Energiewende und Dekarbonisierung zählen zu den wichtigsten Themen in Industrie und Gesellschaft. Unser Mitglied HES hat für beide zukunftsfähige Lösungen parat.
Ohne die massive Reduktion von Kohlendioxid (CO2) und eine nachhaltige Energiewende sind die Klimaziele unerreichbar; darin sind sich Experten längst einig. Der internationale Betreiber von Seehafeninfrastruktur für Trocken- und Flüssiggüter, HES International (HES), nimmt sich gleich beider drängender Themen an und plant am Standort Wilhelmshaven wegweisende Projekte und Investitionen: Neben der Entwicklung einer Importroute für Wasserstoff über den Port of Wilhelmshaven soll an einem neuen CO2-Terminal aufgefangenes Kohlendioxid umgeschlagen und anschließend klimasicher tief unter dem Meeresboden der Nordsee gespeichert werden. Auch in Rotterdam plant HES ein solches CO2-Terminal.
Mit der Bereitstellung kohlenstoffarmer Energieträger und der Entsorgung von CO2 ist HES obendrein maßgeblich an der Umsetzung der ersten Phase des Großprojekts „Energy Hub Wilhelmshaven“ beteiligt. Der Energy Hub bündelt Projekte von über 30 Unternehmen aus Import, Erzeugung und Verteilung von Zukunftsenergien, um den Hafen zu einer zentralen Drehscheibe für grüne Energie weiterzuentwickeln.
Grundsatzvereinbarung im Mai 2026 unterzeichnet Für das Wasserstoffprojekt hat HES Mitte Mai 2026 mit dem kanadischen Unternehmen North Atlantic eine Grundsatzvereinbarung (Memorandum of Understanding, MoU) unterzeichnet. Ziel der Vereinbarung ist der Aufbau einer Importroute für Wasserstoff über den Hafen Wilhelmshaven auf Basis der LOHC-Technologie (Liquid Organic Hydrogen Carrier – flüssige organische Wasserstoffträger). Bei der LOHC-Technologie wird der Wasserstoff – meist gewonnen aus überschüssiger erneuerbarer Energie – an eine Trägerflüssigkeit wie zum Beispiel Toluol gebunden, dorthin transportiert, wo Energie benötigt wird, und bei Bedarf mittels Wärme wieder freigesetzt.
Während North Atlantic den Wasserstoff auf Basis erneuerbarer Windenergie erzeugen und an die LOHC binden wird, kümmert sich HES am eigenen HES Wilhelmshaven Tank Terminal (HWTT) um den Umschlag der flüssigen Träger. Dabei macht sich HES einen Vorteil der LOHC zunutze: Da die Wasserstoffträger – beispielsweise Methylcyclohexan (MCH) – mit dem an sie gebundenen Wasserstoff bei normalen Umgebungsbedingungen transportiert und gelagert werden können, ist die Nutzung von etablierten Transportnetzen und einer Lagerinfrastruktur möglich. Entsprechend prüft HES derzeit, inwieweit bestehende Anlagen zukunftsfähig aufgestellt werden können, um den Import, die Lagerung und den Vertrieb von Wasserstoff in LOHC-Form zu ermöglichen. Die Partner wollen bereits im ersten Halbjahr 2027 eine endgültige Investitionsentscheidung treffen, um ca. im Jahr 2030 den Betrieb aufnehmen zu können.
Neuer CO2-Hub: Klimagase werden dauerhaft der Atmosphäre entzogen Auch zum Thema CO2-Speicherung hat HES große Pläne. Ab 2029 will das Unternehmen in Wilhelmshaven – und kurz danach in Rotterdam – in den Transport und die Lagerung von flüssigem CO2 einsteigen. Dabei soll Kohlendioxid, das aus Industrieabgasen abgeschieden und verflüssigt wird, bei HES umgeschlagen und zu zertifizierten Offshore-Lagerstätten in der Nordsee gebracht werden. Bei diesem sogenannten Carbon-Capture-and-Storage (CCS)- Verfahren wird das Treibhausgas der Atmosphäre dauerhaft entzogen. Industriekunden erhalten so die Möglichkeit, ihre schwer vermeidbaren Emissionen klimagerecht zu entsorgen.
Um das verflüssigte Gas im großen Stil in Deutschlands einzigem Tiefenwasserhafen umschlagen und zwischenlagern zu können, entwickelt HES im Rahmen der Plattform „CO2nnectnow“ einen zentralen CO2-Hub, zu dem auch der Bau eines neuen Terminals gehört. Die Machbarkeitsstudie und die Ingenieursplanung dazu sind schon erfolgreich abgeschlossen, das Genehmigungsverfahren läuft. In einem Open-Season-Verfahren, das bis Ende 2026/Anfang 2027 dauert, können sich Interessenten bereits erste Kapazitäten sichern.
Niedersachsens Wirtschaftsminister kam zur Unterzeichnung Starten möchte HES am neuen CO2-Terminal 2029 mit einer jährlichen Anfangskapazität von 1,5 Millionen Tonnen flüssigem CO2. Je nach Kundennachfrage lässt sich diese Kapazität auf 8 bis 10 Millionen Jahrestonnen flexibel erweitern. Da HES als internationales Unternehmen im Hafen Rotterdam ähnliche Pläne verfolgt, sollen perspektivisch an beiden Standorten zusammengenommen jährlich bis zu 20 Millionen Tonnen CO2 umgeschlagen werden. „Die Projekte von HES in Wilhelmshaven und Rotterdam sind wegweisend darin, die Dekarbonisierung schwer vermeidbarer Industrieemissionen im großen Maßstab zu beschleunigen“, sagt Otto Waterlander, Director Business Development New Energies bei HES. „Solange alternative kohlenstoffarme Brennstoffe nicht ausreichend zur Verfügung stehen, senken wir den CO2-Gehalt in der Atmosphäre frühzeitig und effektiv.“
Wie bedeutsam HES‘ Pläne für die gesamte Region sind, unterstrich erst kürzlich Niedersachsens Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne, der zur Unterzeichnung des MoU zum geplanten Aufbau einer Wasserstoffroute nach Wilhelmshaven kam und betonte: „Wir unterstützen das Projekt, weil es gut für die Energiewende ist, den Wasserstoffhochlauf beschleunigt, die europäische Resilienz befördert und den Wirtschaftsstandort Wilhelmshaven stärkt.“ Mit dem Aufbau einer transatlantischen Importkette werde ein innovativer Ansatz verfolgt, um große Mengen klimaneutralen Wasserstoffs sicher und effizient nach Europa zu bringen. „Dass dieses Projekt über Wilhelmshaven realisiert werden soll, unterstreicht die strategische Bedeutung Niedersachsens als Energiedrehscheibe“, so der Minister.
An den Schiffsanlegern des HES Wilhelmshaven Tank Terminals werden derzeit vor allem Rohöl und Rohölprodukte umgeschlagen. Das soll sich künftig ändern. In den Tanks und Rohrleitungen von HES [des HES Wilhelmshaven Tank Terminals] sollen künftig auch Zukunftsenergieträger transportiert und gelagert werden. Visualisierung des geplanten CO2-Terminals beim HES Wilhelmshaven Tank Terminal
Luftaufnahme Terminalbereich HES: Am HES Wilhelmshaven Tank Terminal sollen künftig auch flüssige organische Wasserstoffträger (LOHC) und Kohlendioxid (CO2) gelagert und umgeschlagen werden. Foto: HES
Energiewende und Dekarbonisierung zählen zu den wichtigsten Themen in Industrie und Gesellschaft. Unser Mitglied HES hat für beide zukunftsfähige Lösungen parat. Ohne die massive Reduktion von Kohlendioxid (CO2) und …
Aktuelle Arbeitsmarktzahlen zur Ausbildung Anders als in vielen anderen Branchen, in denen es an Bewerbern mangelt, wird die norddeutsche Metall- und Elektroindustrie vermutlich 9 von 10 ihrer Ausbildungsplätze besetzen können. …
Unter welchen Voraussetzungen sind Betriebsferien zulässig?§ 7 des Bundesurlaubsgesetzes weist darauf hin, dass bei der zeitlichen Festlegung des Urlaubs die Wünsche der Arbeitnehmenden zu berücksichtigen sind. Es sei denn, „dringende …
Das Projekt “Wissens- und Technologietransfer Jadebay” der JadeBay GmbH Entwicklungsgesellschaft bietet ab dem 04. August 2026 ein neues kostenloses Format an: Online-Meetup mit der JadeBay. Jeden ersten Dienstag im Monat …
Seit dem 1. April verstärkt Tobias Beckmann unser Team bereits als Verbandsjurist. Nach den ersten gemeinsamen Monaten wird es nun höchste Zeit, ihn auch hier offiziell vorzustellen. In den vergangenen …
Der Niedersächsische Minister für Wirtschaft, Verkehr und Bauen, Grant Hendrik Tonne, besuchte im Rahmen einer Veranstaltung der SPD Wilhelmshaven die Jade-Dienst GmbH. Auf Einladung von Volker Block diente das Unternehmen …
Jade-Dienst GmbH bedient neues Geschäftsfeld im Inneren Hafen Seit Anfang Juli werden vom Seehafen Wilhelmshaven aus regelmäßig Offshore-Windparks versorgt. Im Auftrag von Vattenfall übernimmt die Jade Dienst GmbH ab sofort …
Dr. Nico Fickinger, Hauptgeschäftsführer der Arbeitgeberverbände NORDMETALL und AGV NORD kommentiert die heute veröffentlichte Studie „Bürokratie in Deutschland“ des Instituts der deutschen Wirtschaft wie folgt: „Schleswig-Holstein und Niedersachsen zeigen, dass …
„Norddeutschlands Metall- und Elektroindustrie leidet drastisch unter den Dauerstaulagen in und um die Hansestädte Bremen sowie Hamburg“, resümiert Dr. Nico Fickinger, Hauptgeschäftsführer von NORDMETALL und AGV NORD, eine Blitzumfrage unter …
Tischlerei Papcke aus Wilhelmshaven realisiert Innenausbau an Bord des Traditionsseglers Im Rahmen der aktuellen Werftzeit der „Alexander von Humboldt II“ durfte die Tischlerei Klaus Papcke GmbH & Co. KG aus …
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Turnstile. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Instagram. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.