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POSITION 2022: Wissing bekräftigt Stärkung der Häfen durch nationale Hafenstrategie

Vertreter:innen der Jade Wirtschaftsregion haben am Mittwochabend POSITION bezogen und sind anlässlich des 10-jährigen Bestehens des JadeWeserPorts mit dem Bundesverkehrsminister Volker Wissing und dem niedersächsischen Umweltminister Olaf Lies in den Dialog getreten.

Wissing forderte auf der Diskussisonsveranstaltung POSITION eine engere Zusammenarbeit der deutschen Seehäfen. Die Häfen bilden die Grundlage für Deutschland als Exportnation. In einer zukünftigen Hafenstrategie, die Bestandteil des aktuellen Koalitionsvertrag ist, sollen daher die Stärken der Hafenstandorte eingebracht werden, die zwar im privatwirtschaftlichen Wettbewerb stehen, aber gemeinsam gegen die internationale Konkurrenz bestehen müssen. „Es geht etwa darum, die Häfen zu Knotenpunkten der Energiewende zu entwickeln, Ausbildung und Beschäftigung zukunftsfähig zu gestalten und Chancen der Digitalisierung noch besser zu nutzen. Auch der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies bestätigte, dass nur gemeinsam die deutschen Häfen leistungsfähiger gegenüber der europäischen Häfen seien. „Wir sind doch nicht im Wettbewerb Hamburg gegen Wilhelmshaven, Wilhelmshaven gegen Bremerhaven, sondern wir müssen doch die gemeinsame Stärke entwickeln.“

Der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes der deutschen Seehafenbetriebe, Daniel Hosseus sagte, dass es bei einer nationalen Hafenstrategie nicht nur darum gehen könne, den aktuellen Status Quo zu halten, vielmehr müsse diese einen ehrgeizigen Anspruch haben, um die Marktanteile auszubauen. Dazu forderte er, spätestens bis zur nächsten nationalen maritimen Konferenz 2023 sollte die Strategie in seinen Grundzügen stehen.

Auf dem Podium wurde zudem die Bedeutung der gesamten Region mit seinem JadeWeserPort als ENERGY-HUB und LOGISTIC-HUB thematisiert. Tom Nietiedt, AWV-Präsident, freut sich darüber, dass sich mit dem ENERGY-HUB 27 Unternehmen zusammengeschlossen haben, die eng beieinander stehen und so als Treiber für die Region gute Chancen haben, um dauerhaft mit der Regierung in Gesprächen zu bleiben.

Zu Beginn gab Michael Blach, der Vorsitzende der Gruppengeschäftsführung EUROGATE, einen kurzen Abriss über die Entwicklung des JadeWeserPorts. Trotz der anfänglichen Startschwierigkeiten, die geprägt waren durch die Wirtschaftskrise 2008, habe er immer an den langfristigen Erfolg und die Vorteile des Tiefwasserhafens geglaubt. Nun will er gemeinsam mit Hapag-Lloyd das Terminal weiterentwickeln. Doch auch hier gäbe es aktuell noch Gegenwind durch das Projekt der Küstenautobahn A20. Laut Blach, ist die Investition aber notwendig und ein wichtiger Baustein für den norddeutschen Wirtschaftsstandort. Oberbürgermeister Carsten Feist betonte in seiner Begrüßung noch einmal die Rolle der Region im aktuellen Transformationsprozess. Gleichzeitig forderte er von der Bundes- und Landesregierung als Gegenleistung eine regionale Wertschöpfung, von der die Jadewirtschaftsregion auch partizipiere.

Der JadeWeserPort ist ein Juwel und ein Projekt von internationaler Bedeutung, darüber waren sich alle Podiumsteilnehmer einig. Um das volle Potenzial des Tiefwasserhafens ausschöpfen zu können, bedarf es aber einer nationalen Hafenstrategie mit Ehrgeiz sowie eine funktionierende Verkehrs- und Kommunikationsinfrastruktur, so das Fazit des Abends. Der Bundesverkehrsminister versprach dazu seine Unterstützung beim Ausbau der Häfen zu modernen und leistungsfähigen Energiekontenpunkten sowie eine Klärung der finanziellen Fragen.

Das überregionale Presseecho:

Süddeutsche Zeitung

Frankfurter Allgemeine Zeitung

hamburg.de

421A0251

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