So geht mobil in der VEJ-Region!
Es gibt tolle Neuigkeiten: die Verkehrsregion Ems-Jade (VEJ) befindet sich mitten im Wandel zum Umwelt- und Mobilitätsverbund.Seit 1997 setzt sich die VEJ für den kontinuierlichen Ausbau des ÖPNV-Angebots ein. Fest …
Zehntausende junge Menschen haben in den vergangenen Wochen in Norddeutschland ihre Schullaufbahn beendet – viele davon jedoch ohne Abschluss. Die Arbeitgeber der Metall- und Elektroindustrie im Norden sind besorgt über diese Entwicklung. Denn Schulabgängern ohne Abschluss droht ein deutlich schwieriger Übergang ins Berufsleben, und sie sind häufiger arbeitslos. Umgekehrt gehen die Unternehmen, die dringend Fachkräfte suchen, zunehmend leer aus. „Das kann sich das Industrieland Deutschland weder wirtschaftlich noch gesellschaftlich leisten“, mahnt der Hauptgeschäftsführer der Arbeitgeberverbände NORDMETALL und AGV NORD, Dr. Nico Fickinger. „Die norddeutschen Kultusminister müssen daher sicherstellen, dass niemand die Schule ohne verwertbaren Abschluss verlässt, sonst gibt es nur Verlierer: Die jungen Leute haben schlechtere berufliche Chancen und geringere Durchschnittslöhne, der Wirtschaft fehlen die dringend benötigten Fachkräfte, und der Staat hat statt Lohnsteuereinnahmen höhere Sozialkosten.“
„Deutschlands Industrie will und kann allen ausbildungsfähigen und -willigen Jugendlichen eine Ausbildung und eine gut bezahlte Tätigkeit anbieten. Das gelingt aber nur, wenn mehr unternommen wird, um die jungen Leute zum erfolgreichen Schulabschluss zu bringen“, so der Verbandsgeschäftsführer. Die Lage nennt er alarmierend und verweist auf den jüngsten Berufsbildungsbericht des Bundesbildungsministeriums. Demnach hatten Ende 2022 (neuere Zahlen liegen nicht vor) 2,86 Millionen junge Menschen zwischen 20 und 34 Jahren keine formale Berufsqualifikation, fast jeder Fünfte dieser Altersgruppe war damit ohne Berufsabschluss. Ursache sei die mangelnde Schulbildung, vermutet Fickinger. Nach dem Bericht bleiben 74,7 Prozent der Personen ohne Schulabschluss auch ohne Berufsausbildung – mit schlimmen Folgen für die Betroffenen: Gut jeder fünfte von ihnen (20,8 Prozent) war Ende 2023 arbeitslos. Bei Personen mit Ausbildung waren es nur 3,2 Prozent und bei Menschen mit akademischem Abschluss nur 2,5 Prozent. „Die Arbeitsmarktstatistik beweist eindeutig: Menschen ohne Schulabschluss haben deutlich schlechtere Perspektiven.“
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