Zurück zur Übersicht

„Bei Flaute kann man nicht hart am Wind segeln“

Tarifrunde 2022

NORDMETALL-Verhandlungsführerin Lena Ströbele hat sich nach der ersten Runde der Tarifverhandlungen mit der IG Metall Küste heute in Bremen nachdenklich gezeigt: „Wir haben in einem offenen und konstruktiven Austausch die kritische Lage diskutiert. Unsere Botschaft an die Gewerkschaft war: Bei Flaute kann man nicht hart am Wind segeln. Die IG Metall hat das zur Kenntnis genommen“, sagte die Personaldirektorin der Unternehmensgruppe Lürssen heute Mittag nach den rund zweistündigen Gesprächen der Verhandlungskommissionen.

„Nach der Rezession von 2019 haben Pandemie und Ukraine-Krieg die Lage vieler M+E-Unternehmen im Norden weiter drastisch verschlechtert: Explodierende Energie- und Rohstoffpreise, Lieferengpässe und Materialknappheit, Fachkräfte- und Azubimangel belasten große Teile der Industrie. Und die Situation verschlechtert sich täglich, die Perspektiven für die beiden kommenden Winter sind düster“, so Ströbele weiter. Nun sei es wichtig, dass sich die IG Metall gemeinsam mit den Arbeitgebern auf die schwierige neue Lage einstelle. „Mit dem Denken von gestern, das vor allem Umverteilung und pauschale Maximalforderungen im Blick hat, werden wir die Probleme von heute und morgen nicht lösen. Jetzt geht es um Existenzen. Ich appelliere an die Gewerkschaft, mit uns zusammen nach vorn zu schauen, um Arbeitsplätze und Standorte zu sichern.“ Aus Sicht der Metall- und Elektroarbeitgeber im Norden sei ein ausgesprochen differenzierter Tarifabschluss nötig, der vor allem die krisengeschüttelten Betriebe der Branche vor weiteren Kostenlasten bewahrt. „Falls sich die Situation in den kommenden Monaten so gravierend verschärft, dass in vielen Unternehmen die Produktion komplett heruntergefahren werden muss, brauchen wir einen Notausschalter.“

Ströbele forderte die IG Metall daher auf, mit den Arbeitgebern über atmende Regelungen zu sprechen: „Wir müssen einerseits Beschäftigung herunterfahren können, wenn Aufträge nicht abgearbeitet werden können. Und andererseits muss das Arbeitsvolumen wieder erhöht werden können, wenn die Teile eintreffen, damit die Produktion dann auf Volllast hochgefahren werden kann“, sagte die NORDMETALL-Tarif-Verhandlungsführerin.

Die nächste Runde der Tarifverhandlungen 2022 soll am 4. Oktober in Hamburg stattfinden.

Nordmetall_Newsroom

Aktuelle News.

Wenn Container auf Reisen gehen

POSITION 2022: Ein kleiner Rückblick Wir leben nach wie vor in bewegten Zeiten. Aktuell haben wir eine dramatische Konjunkturlage, eine steigende Inflationsrate, immense Energiepreise sowie dramatische Lieferengpässe. Die deutsche Wirtschaft …

Weiterlesen

Studium zielstrebig und ohne große wirtschaftliche Nöte absolvieren

55 Studierende der Jade Hochschule mit dem Deutschlandstipendium gefördert Im Förderjahr 2022/23 kann die Jade Hochschule 55 Deutschlandstipendien an besonders leistungsstarke und engagierte Studierenden verleihen. Insgesamt hatten sich hochschulweit mehr …

Weiterlesen

Energiegeladene Personalleitersitzung

Mehr als 20 Personalverantwortliche trafen sich zum ersten Arbeitskreis nach einer längeren Pause im Onyx Kraftwerk. Im Fokus stand neben dem arbeitsrechtlichen Input insbesondere die aktuelle Situation und das Arbeitskräftepotential …

Weiterlesen

Tarifrunde 2022: „Notwendiger Kompromiss an den Grenzen des Machbaren“

NORDMETALL und die IG Metall Küste haben sich heute für die 130.000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, dem nordwestlichen Niedersachsen und Schleswig-Holstein auf die Übernahme des …

Weiterlesen

Jährliche Mitgliederversammlung der WHV e.V.

Am Dienstag, 22. November 2022, hat die Wilhelmshavener Hafenwirtschafts-Vereinigung im Rahmen ihrer Mitgliederversammlung auf das vergangene Jahr zurückgeblickt. Die politischen und wirtschaftlichen Ereignisse in den letzten zwölf Monaten haben dazu …

Weiterlesen

MINT-Report: Turbo auch bei Anwerbung ausländischer Fachkräfte anwerfen

Die norddeutschen Arbeitgeber der Metall- und Elektroindustrie fordern angesichts des heute erschienenen MINT-Herbstreports 2022 Politik und Verwaltung dringend zu massiven Verbesserungen bei der Fachkräfteeinwanderung nach Deutschland auf. „Unsere Branchen sind …

Weiterlesen

Tarifeinigung im Pilotbezirk Südwest: „Ein hart errungener Kompromiss für mehr Planungssicherheit“

„Die Tarifeinigung im Pilotbezirk Südwest ist ein sehr hart errungener Kompromiss. Er wird der M+E-Industrie aber mehr Planungssicherheit in den kommenden zwei Jahren geben“, kommentierte NORDMETALL-Verhandlungsführerin Lena Ströbele das in …

Weiterlesen

Erfolgreiches traditionelles Schifffahrtsessen des Nautischen Vereins

Mitte November fand das traditionelle Schifffahrtsessen des Nautischen Vereins Wilhelmshaven-Jade im schönen maritimen Ambiente des Atlantic-Hotels am Großen Hafen statt.  Über 180 Gäste waren der Einladung zu dieser Festveranstaltung gefolgt. …

Weiterlesen

Seeschleuse Wilhelmshaven: Gespräch mit Staatssekretärin Siemtje Möller

Auf Einladung der Wilhelmshavener Hafenwirtschafts-Vereinigung e.V. (WHV e.V.) stand die Parlamentarische Staatssekretärin (PSts’in) aus dem Verteidigungsministerium zu Fragen der Instandhaltung der Seeschleuse „4. Einfahrt“ in Wilhelmshaven Rede und Antwort. Anhand …

Weiterlesen

Herbst-Konjunkturumfrage: „M+E-Industrie durch Fachkräftenotstand existenziell gefährdet“

45. Martinsgansessen der norddeutschen Metall- und Elektroarbeitgeber NORDMETALL-Präsident Folkmar Ukena sieht die Industrie im Norden durch den wachsenden Fachkräftenotstand existenziell bedroht. Die Geschäftsaussichten für die nächsten Monate sind düster, die …

Weiterlesen

Zum Newsroom