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20. März 2026
Berufsorientierung ist mehr als Nice-to-have
Arbeitskreis SCHULEWIRTSCHAFT beim UVN Bildungs-Summit in Hannover
Im Rahmen der Woche der beruflichen Bildung nahm unser Arbeitskreis SCHULEWIRTSCHAFT Wilhelmshaven/Friesland am diesjährigen UVN Bildungs-Summit in Hannover teil. Unter dem Leitthema „Wer Zukunft will, braucht Berufsorientierung: Der unterschätzte Gamechanger!“ wurde deutlich, welche zentrale Rolle eine frühzeitige und gut gestaltete Berufsorientierung für den erfolgreichen Übergang von der Schule in den Beruf spielt.
Die Diskussionen und Impulse vor Ort haben eindrücklich gezeigt: Berufsorientierung ist längst kein „Nice-to-have“ mehr, sondern ein entscheidender Faktor für gelingende Bildungs- und Erwerbsbiografien. Dabei wurde auch ein wichtiger Perspektivwechsel deutlich – es mangelt nicht grundsätzlich an Ausbildungsplätzen oder jungen Menschen, sondern vielmehr an einem passgenauen Zusammenfinden. Es handelt sich also weniger um ein Mengen- als um ein Matchingproblem.
Umso wichtiger ist es, Berufsorientierung als gemeinsame Aufgabe aller relevanten Akteure zu verstehen. Schulen, Unternehmen, Politik und weitere Institutionen müssen eng zusammenarbeiten, um jungen Menschen realistische Einblicke in die Arbeitswelt zu ermöglichen und sie auf ihrem Weg zu begleiten. Der Übergang von der Schule in den Beruf ist dabei eine besonders sensible Phase, die nicht allein von den Entscheidungen der Schülerinnen und Schüler abhängt, sondern maßgeblich von unterstützenden Strukturen und Angeboten geprägt wird.
Denn misslingende Bildungsbiografien sind nicht nur individuelle Herausforderungen, sondern haben auch gesamtgesellschaftliche und wirtschaftliche Auswirkungen. Vor diesem Hintergrund gewinnt eine systematisch angelegte Berufsorientierung weiter an Bedeutung.
Als Arbeitskreis SCHULEWIRTSCHAFT sehen wir es daher als unsere Aufgabe, Brücken zwischen Schule und Wirtschaft zu bauen und verlässliche Strukturen zu schaffen. Unser Ziel ist es, den Übergang von der Schule in den Beruf aktiv zu unterstützen und nicht dem Zufall oder dem Engagement Einzelner zu überlassen. Dabei steht für uns im Vordergrund, jungen Menschen Orientierung zu bieten, ohne sie frühzeitig festzulegen. Vielmehr geht es darum, ihnen Raum zum Ausprobieren zu geben, Stärken zu entdecken und eigene Wege zu entwickeln.
Der Austausch auf dem Bildungs-Summit hat uns darin bestärkt, diesen Weg konsequent weiterzugehen. Die gewonnenen Impulse werden wir in unsere Arbeit vor Ort einfließen lassen, um die Berufsorientierung in der Region weiter zu stärken und zukunftsfähig zu gestalten.