Wissenschaftler der Jade Hochschule liefern Expertise für Entscheidungen der Bundesministerien
Wilhelmshaven. Der Ausbau von Windenergie an Land kann weiter vorangetrieben werden. Das ist die Erkenntnis von Wissenschaftler_innen der Jade Hochschule, der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) und anderen Partnern der Forschungsprojekte WERAN und WERAN plus. Einen Bericht mit ihren aktuellen Forschungsergebnissen sowie Handlungsempfehlungen haben die Wissenschafler_innen nun Bundesverkehrsminister Dr. Volker Wissing und Bundeswirtschaftsminister und Vizekanzler Dr. Robert Habeck übergeben.
In den Forschungsprojekten wurden neue messtechnische Verfahren und Simulationsmethoden entwickelt, um zu untersuchen, inwieweit Windenergieanlagen die Signale von Drehfunkfeuern als Navigationseinrichtung der Luftfahrt stören können. Windenergieanlagen, aber auch andere Gebäude und Anlagen, können das von Drehfunkfeuern ausgehende Funksignal reflektieren und somit einen Winkelfehler erzeugen, was zur Folge hat, dass das Signal der Navigationsanlage leicht verfälscht im Flugzeug angezeigt wird.
Sicherheit im Flugbetrieb erhöhen
Wissenschaftler der Jade Hochschule beschäftigten sich in diesem Projekt mit der Fragestellung, wie sich diese Winkelfehler, die auch durch nahestehende Vegetation, hohe Gebäude, Hochspannungsmasten, Baukräne und Höhenmasten erzeugt werden können, rund um ein Drehfunkfeuer messtechnisch charakterisieren lassen. Diese Störquellen werden nun örtlich zusammen mit der Größe ihrer Störwirkung erfasst und können in einer Karte hinterlegt werden. Die dazu notwendige Messtechnik wurde an der Jade Hochschule in Wilhelmshaven entwickelt und im Forschungsflugzeug Jade One installiert. Die Jade One lässt sich als Motorsegler in luftfahrtüblichen Höhen und Abständen kostengünstig und umweltschonend einsetzen. Damit kann die Fehlerausbreitung im Raum bis an die Reichweitengrenze von rund 150 Kilometern bei Drehfunkfeuern untersucht werden. Insbesondere lässt sich die Störwirkung von Windenergieanlagen nun im Vergleich mit anderen Objekten einordnen. Zudem wird die Sicherheit im Flugbetrieb erhöht, weil nun alle Störobjekte erfasst und bewertet werden.
Aus den Messdaten mit der Jade One werden selbst die reflektierten Signale von Masten einer Hochspannungsleitung (rote Kreise) in der Umgebung des Flughafens Bremen erkennbar. (Bearbeitung: Jade HS, Kartenmaterial: Google Earth)
„Mit unserer neuentwickelten Messtechnik erfassen wir die Funksignale am Boden und in der Luft mit hoher Genauigkeit. Eine aufwändige Analysemethode ermöglicht uns dann, daraus Position und Störwirkung von reflektierenden Objekten zu bestimmen. Dieses Verfahren ist weltweit einzigartig und aus Synergien mit einem laufenden Promotionsvorhaben im Fachbereich Ingenieurwissenschaften entstanden“, sagt Prof. Dr.-Ing. Jens Werner, einer der Wissenschaftler in diesem Projekt.
Die neuen, verbesserten Verfahren und die damit gewonnenen Erkenntnisse und Daten dienen nun dazu, das gesamte Bewertungsverfahren von Bauanträgen neuer Windenergieanlagen auf den Stand der Technik zu bringen. Das Luftverkehrsgesetz regelt, dass Bauwerke nicht errichtet werden dürfen, wenn dadurch Flugsicherungseinrichtungen gestört werden können. Dazu untersucht die Deutsche Flugsicherung GmbH bisher in ihrer gutachterlichen Stellungnahme im Anlagenschutzbereich mit einem Radius von 15 Kilometern rund um ein Drehfunkfeuer die mögliche Störwirkung der neuen Bauwerke. Anhand der vorliegenden Daten aus verschiedenen Windparks lassen sich Schlussfolgerungen für einen reduzierten Prüfradius des Anlagenschutzbereichs ziehen. Damit wird die zu prüfende Fläche von vorher 707 Quadratkilometer auf 154 Quadratkilometer reduziert, was einem Radius von sechs bis sieben Kilometern entspricht. Dies schafft Planungssicherheit und ermöglicht viel Raum für Windenergie, ohne die Sicherheit in der Luftfahrt einzuschränken.
Hintergrund
Drehfunkfeuer sind Navigationseinrichtungen, mit deren Hilfe Flugzeuge sicher navigieren. Rund 60 solcher Navigationsanlagen betreibt die deutsche Flugsicherung am Boden. Sie können durch Windenergieanlagen gestört werden. Deshalb muss die Störwirkung jeder geplanten Windenergieanlage von der Flugsicherung geprüft werden, wenn sie in einem gewissen Abstand zu einem Drehfunkfeuer errichtet werden soll.
Der Niedersächsische Minister für Wirtschaft, Verkehr und Bauen, Grant Hendrik Tonne, besuchte im Rahmen einer Veranstaltung der SPD Wilhelmshaven die Jade-Dienst GmbH. Auf Einladung von Volker Block diente das Unternehmen …
Jade-Dienst GmbH bedient neues Geschäftsfeld im Inneren Hafen Seit Anfang Juli werden vom Seehafen Wilhelmshaven aus regelmäßig Offshore-Windparks versorgt. Im Auftrag von Vattenfall übernimmt die Jade Dienst GmbH ab sofort …
Dr. Nico Fickinger, Hauptgeschäftsführer der Arbeitgeberverbände NORDMETALL und AGV NORD kommentiert die heute veröffentlichte Studie „Bürokratie in Deutschland“ des Instituts der deutschen Wirtschaft wie folgt: „Schleswig-Holstein und Niedersachsen zeigen, dass …
„Norddeutschlands Metall- und Elektroindustrie leidet drastisch unter den Dauerstaulagen in und um die Hansestädte Bremen sowie Hamburg“, resümiert Dr. Nico Fickinger, Hauptgeschäftsführer von NORDMETALL und AGV NORD, eine Blitzumfrage unter …
Tischlerei Papcke aus Wilhelmshaven realisiert Innenausbau an Bord des Traditionsseglers Im Rahmen der aktuellen Werftzeit der „Alexander von Humboldt II“ durfte die Tischlerei Klaus Papcke GmbH & Co. KG aus …
JadeBay übergibt Spende des diesjährigen Sommerfests auf Gut Altmarienhausen und würdigt das ehrenamtliche Engagement der AG Altes Sande e. V. Wo einst Landwirtschaft das Leben prägte und heute Geschichte lebendig …
Die gemeinsame Botschaft: Gesellschaft braucht Genossenschaft! Bezahlbares, sicheres und gutes Wohnen ist heute genauso wichtig wie zur Gründungszeit der Genossenschaften. In Zeiten steigender Bau- und Modernisierungskosten, hoher regulatorischer Anforderungen und …
TEXTE am meer begeistert mit Seemannsgarn und gelebter Verbundenheit zwischen Marine, Wirtschaft und Kultur Im Rahmen des Wochenendes an der Jade fand auch in diesem Jahr die traditionelle Veranstaltung „TEXTE …
160 Jahre alte Eiche kehrt als Skulptur in den Schlossgarten zurück Im feierlichen Rahmen wurde am Dienstagabend im Anschluss an die jährliche Mitgliederversammlung eine Eichen-Skulptur auf Schloss Gödens offiziell eingeweiht. …
Der Führungswechsel an der Spitze der MOSOLF Group ist vollzogen: Patrick Oestreich hat zum 1. Juli 2026 den Vorstandsvorsitz übernommen. Bereits seit Februar dieses Jahres gehört er dem Vorstand der …
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Turnstile. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Instagram. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.