Zurück zur Übersicht 25. März 2022

Hafentorbrücke: Wo sind die Visionäre? WHV e.V. plädiert für eine stringente Vorgehensweise zum Zweck des Strukturwandels

„Der Rat der Stadt Wilhelmshaven hat jetzt auf Antrag der SPD beschlossen, dass die Verwaltung die Unterlagen für die Planung einer Hafentorbrücke auf den neuesten Stand bringt und Kosten mit möglicher Förderung ermittelt – um für Zeiten mit besserer Kassenlage zumindest einen Plan in der Schublade zu haben“, so stand es vor ein paar Tagen in der Wilhelmshavener Zeitung (WZ).

Der geschäftsführende Vorstand der Wilhelmshavener Hafenwirtschafts-Vereinigung e.V. (WHV e.V.), John H. Niemann, Hans-Joachim Uhlendorf und Heiner Holzhausen begrüßen den Beschluss, halten ihn aber nicht für ausreichend, wenn Wilhelmshaven ernsthaft und nachhaltig an den Mitteln aus dem Strukturfonds für Kohleausstieg partizipieren und nachhaltigen Nutzen für die Stadt generieren will.

„Wir haben eine einmalige Chance, entsprechend den Richtlinien zum Strukturstärkungsgesetz mit einem den Förderbereichen des § 4 der Verwaltungsvereinbarung zum Kohleausstiegsgesetz entsprechenden Projektes an den 157 Mio. €, die der Region Wilhelmshaven Friesland für den Kohleausstieg bis 2038 zur Verfügung gestellt werden sollen, teilzuhaben. Nach Gesprächen mit Fachleuten aus den Wirtschaftsministerien in Berlin und in Hannover wurde deutlich, dass es dem Förderer gar nicht in erster Linie um die direkte Kompensation wegfallender Industriearbeitsplätze in den Kraftwerken geht, sondern um Strukturhilfeprojekte für die Region, die mittelbar zu privatwirtschaftlichen Investitionen und zu neuen Arbeitsplätzen führen. Dazu zählt zum Beispiel auch eine touristische Infrastruktur, wie die Hafentorbrücke, war es aus den Ministerien zu hören“, so die Vorstände der WHV e.V.. “Die Gesprächspartner aus den Ministerien deuteten an, dass es wohl keine näheren Ausführungen zu den Förderkriterien der Verwaltungsvereinbarung zwischen Bund und Ländern geben werde. Man wolle weitere Eingrenzungen vermeiden und somit größtmögliche Auslegungsbreite eröffnen. Die Region Wilhelmshaven-Friesland als Empfänger der 157 Mio.€ muss sich einig sein. Und die betroffene Kommune, die Stadt Wilhelmshaven, muss Antragstellerin sein.“

„Schon jetzt wird deutlich, dass die touristischen Verkehre insbesondere über Ferienzeiten und Feiertage und auch in den kommenden Sommermonaten auf der Jade-Allee, den Hotels, der Südstrandstraße, in der Nähe des Deutschen Marinemuseums (DMM), des Südstrandes, des Wattenmeer Besucherzentrums sowie der weiteren Gastronomie am Nassauhafen und dem Wohnmobiltourismus derart stark anschwillt, dass er zum Ärgernis und zur echten Behinderung wird. Die vorhandenen Brücken reichen nicht aus, um den Verkehr zu bewältigen“, so die WHV e.V. Geschäftsführung,“ deshalb muss zuerst die Grundlage für ein derartiges Projekt durch Ermittlung der Basisdaten hergestellt werden. Das sind die Ermittlung von Verkehrsdaten aus Verkehrszählungen, erwarteten Verkehrsströmen aus Ziel-und Ouellverkehren, Frequentierung der künftigen Hotels in den ehemaligen Minenlagerhäusern, deren Baubeginn geplant wird. Das sind überwiegend PKW-Fahrer und keine Fußgänger.“

„Daraus entstehen Synergien sowohl für den Tourismus und die Entwicklung der Schleuseninsel aber auch zwangsläufig für die dort ansässige Hafenwirtschaft und damit auch Wertschöpfung in Verbindung mit Arbeitsplätzen“.

„Die Schleuseninsel wurde mit dem Hafenauseinandersetzungs-Vertrag 1975 vom Bund auf das Land übertragen. Damit sollte sicher  das Land als potenten Partner für Hafenangelegenheiten für die Generierung und Finanzierung von Infrastrukturinvestitionen mit ins Boot geholt werden, denn es ist eine fast 100 prozentige Zuschussfinanzierung möglich. Wir sind uns mit dem Land einig, dass dieses Brückenprojekt nach seiner Realisierung dazu beiträgt, dass damit ein ganzer `Stadtteil` in Wilhelmshaven, der Schleuseninsel-Südstrandbereich erschlossen werden kann.“

<?php echo $image_title; ?>

Aktuelle News.

8. Oktober 2026

Fünf Prozent sind eine unrealistische Forderung

Erste Runde der Tarifverhandlungen in der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie Zum Auftakt der Tarifverhandlungen in der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie hat NORDMETALL-Verhandlungsführerin Lena Ströbele die Forderung der IG Metall Küste …

Weiterlesen
6. Oktober 2026

Neue Pflicht: Digitale Entgelt- bzw. Personalakte

Die Digitalisierung der Personalverwaltung ist längst mehr als ein Effizienzthema. Mit den kommenden gesetzlichen Anforderungen wird die digitale Führung von personenbezogenen Entgeltunterlagen für Unternehmen zur verbindlichen Aufgabe. Arbeitgebende sind künftig …

Weiterlesen
2. Oktober 2026

Elternrente - Kindererziehungszeiten berücksichtigt?

Kindererziehungszeiten – Booster für die Rente!Kindererziehungszeiten gehören in der gesetzlichen Rentenversicherung zu den Pflichtbeitragszeiten. Für die ersten drei Jahre der Kindererziehung werden pauschale Beiträge aus Bundesmitteln an die gesetzliche Rentenversicherung …

Weiterlesen
1. Oktober 2026

Arbeitsrecht kompakt: Kündigung in Elternzeitnähe

Ein aktuelles BAG-Urteil besagt: „Der Kündigungsschutz beginnt vor jedem Abschnitt der aufgeteilten Elternzeit neu.“ Welche Auswirkungen diese Entscheidung für Arbeitgeber:innen und Beschäftigte hat und was dabei in der Praxis zu …

Weiterlesen
29. September 2026

Weg vom Schreibtisch, ran an den Herd!

Nach der Sommerpause hat sich die Junge Wirtschaftsrunde zum gemeinsamen Kochkurs getroffen. Es wurde geschnippelt, gekocht, probiert und natürlich genossen! Unter der Anleitung von Klaus Schweiß, Koch und Inhaber des …

Weiterlesen
25. September 2026

Tarifverhandlungen M+E-Industrie: NORDMETALL weist IG-Metall-Forderung...

Die IG Metall Küste hat heute vor dem Haus der Wirtschaft in Hamburg NORDMETALL ihre Forderungen für die anstehende Tarifrunde übergeben. „Wir und die IG Metall wissen: Unserem Industriestandort läuft …

Weiterlesen
23. September 2026

Beruflicher Erfolg und Einsatz für andere: Hans-Bretschneider-Preis 2...

Engagement und Verantwortung prägen den diesjährigen Preisträger Gute Leistungen verdienen Anerkennung. Besonders dann, wenn sie mit persönlichem Engagement, Verantwortungsbewusstsein und dem Einsatz für andere verbunden sind. Genau diese Verbindung stand …

Weiterlesen
22. September 2026

1.500 neue Studierende an der Jade Hochschule

Wintersemester in Wilhelmshaven, Oldenburg und Elsfleth gestartet An der Jade Hochschule beginnt heute das neue Wintersemester. An den Studienorten Wilhelmshaven und Elsfleth fanden dazu Begrüßungsveranstaltungen statt. Am Campus Oldenburg werden …

Weiterlesen
18. September 2026

Internationale Talente für unsere Region

Längst sind internationale Talente ein wichtiger Teil der Lösung im Wettbewerb um Fachkräfte. Gleichzeitig gibt es direkt vor unserer Haustür ein großes Potenzial: internationale Studierende, die ihre berufliche Zukunft in …

Weiterlesen
18. September 2026

Baustart für das TWWP in Wilhelmshaven

In Wilhelmshaven ist der Startschuss für das Trilaterale Weltnaturerbe-Wattenmeer-Partnerschaftszentrum, kurz TWWP, gefallen. Am Banter See entsteht auf einem bestehenden Bunker ein Gebäude mit gläserner Hülle. Der Entwurf stammt von der …

Weiterlesen

Zum Newsroom