Wilhelmshaven stärkt seine Zukunft als Energie- und Logistikstandort
Investitionen in Hafenentwicklung
Der Hafen Wilhelmshaven wird konsequent weiterentwickelt. 14 Millionen Euro investiert Niedersachsen Ports (NPorts) im Jahr 2026 in neue Hafenprojekte, weitere 11 Millionen Euro fließen in die Unterhaltung der Infrastruktur. Insgesamt stärkt NPorts den Standort damit mit rund 25 Millionen Euro.
Neues Perspektivpapier Die Hafenentwicklung folgt einem klaren Prinzip: vorausschauend planen, damit Infrastruktur bereitsteht, wenn der Markt sie braucht. Analysen und Marktbeobachtungen geben dabei die Richtung vor. NPorts bereitet Projekte langfristig vor und schafft so die Voraussetzungen, Bauvorhaben genau dann umzusetzen, wenn Nachfrage und wirtschaftliche Rahmenbedingungen es erfordern.
Orientierung für diese strategische Ausrichtung bietet das Perspektivpapier für den Hafen Wilhelmshaven. Darin beschreibt NPorts die wichtigsten Entwicklungslinien des Standortes und zeigt auf, welche Maßnahmen die Hafenentwicklung in den kommenden Jahren prägen werden.
„Hafenentwicklung braucht Weitblick: Wir planen heute die Infrastruktur, die morgen gebraucht wird. Dabei entwickeln wir Wilhelmshaven strategisch und langfristig entlang der Stärken des Standortes. Gleichzeitig reagieren wir auf die Geschwindigkeit der Transformation und die Anforderungen des Marktes“, betont Holger Banik, Geschäftsführer der Niedersachsen Ports GmbH & Co. KG sowie der JadeWeserPort Realisierungs GmbH & Co. KG.
„Hafenwirtschaft, Stadt Wilhelmshaven und die Wirtschaftsförderung Wangerland ziehen hier mit uns an einem Strang. Das zeigt, welchen Stellenwert die Wettbewerbsfähigkeit des Hafens für alle Beteiligten hat. Diese enge Zusammenarbeit setzen wir nun in der Umsetzung fort, denn die nächsten Entwicklungsschritte gelingen nur im Schulterschluss aller Beteiligten“, erklärt Mathias Lüdicke, Leiter der Niederlassung Wilhelmshaven der Niedersachsen Ports GmbH & Co. KG.
Außenhafen: Energy Hub wird weiterentwickelt Im Außenhafen entwickelt NPorts den Standort gezielt zum Energy Hub weiter. Neben bestehenden Gütern wie LNG und Kohle rückt der Import von Ammoniak in den Fokus, um daraus Wasserstoff für die industrielle Nutzung zu gewinnen. Gleichzeitig wird der Hafen künftig an Bedeutung für den Export von CO₂, etwa im Kontext von CCS/CCU-Projekten, gewinnen.
Mit dem in Planung befindlichen Anleger für verflüssigte Gase (AVG) könnte NPorts die Voraussetzungen für den Umschlag verschiedener Energieträger schaffen. Die Anlage ergänzt die bestehende LNG-Infrastruktur und ermöglicht perspektivisch den Umschlag weiterer klimaneutraler Gase und Derivate. So könnte Wilhelmshaven seine Rolle als zentrale Drehscheibe für Energieimporte und -transporte stärken und wesentlich zur Transformation sowie zum Ausbau des deutschen sowie europäischen Energiesystems beitragen.
Multipurpose Terminal schafft neue Umschlagskapazitäten Mit dem Multipurpose Terminal (MPT) im Außenhafen plant NPorts zusätzliche Umschlagskapazitäten für unterschiedliche Güterarten. Dazu zählen insbesondere On- und Offshore-Windkomponenten, Automobilumschlag sowie Projekt- und Spezialladung. Das Terminal soll zudem den Umschlag von militärischen Gütern und Containern abdecken. Gleichzeitig stärkt es die Rolle Wilhelmshavens in der strategischen Logistik.
Innenhafen entwickelt sich zum maritimen Dienstleistungsstandort Auch der Innenhafen Wilhelmshaven entwickelt sich weiter. Neben dem Umschlag von Schütt- und RoRo-Gütern rücken zunehmend Komponenten für On- und Offshore-Windenergie sowie maritime Dienstleistungen im Fokus. NPorts unterstützt die Weiterentwicklung des Werftenstandortes und stärkt den Hafen als Wartungs- und Dienstleistungsstandort, der auch als Service- und Wartungshub für die Marine dient.
Hooksiel Ein Konzept zur touristischen Weiterentwicklung des rund 200 Hektar großen Freizeitareals in Hooksiel liegt vor, das auf umfassenden Standortanalysen basiert und bereits im Ausschuss für Gemeindeentwicklung im Wangerland vorgestellt wurde. Ziel ist die Positionierung Hooksiels als moderne, nachhaltige Küsten- und Erholungsdestination mit Fokus auf Naturerlebnis, Wassersport und Qualitätstourismus sowie zusätzlichen Impulsen durch die Nähe zu den energie- und hafenwirtschaftlichen Entwicklungen in Wilhelmshaven.
Zusätzliche Mittel schaffen weitere Möglichkeiten Die strategische Planung sowie zusätzliche Mittel aus dem Nachtragshaushalt des Landes Niedersachsen schaffen Handlungsspielräume. Davon profitiert Hooksiel: Seit 2022 saniert NPorts umfassend die Schleusenanlage, bis 2027 wird die Schleuse nach und nach auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Zusätzlich erhält nun das Betriebsgebäude aus dem Jahr 1975 einen Teilneubau und eine energetische Modernisierung. NPorts passt das Gebäude an aktuelle energetische Standards und an die Anforderungen der Arbeitsstättenverordnung an. Von hier aus steuert künftig die Leitwarte den Schleusenbetrieb.
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