Zurück zur Übersicht 17. Dezember 2018

Biosphärenreservat: Eine unberechenbare Hürde

AWV befürchtet unabsehbare Restriktionen für die Wirtschaft

Das Niedersächsische Wattenmeer ist einer der bedeutendsten Naturräume in Deutschland. Der Schutz dieses Naturgebietes ist deswegen von großer Bedeutung. Aktuell gibt es in Wilhelmshaven die Diskussion, ob die Stadt zum zusätzlichen Schutz des Wattenmeers Teil eines Biosphärenreservats werden soll. Am 17.12 wird das Thema im Verwaltungsausschuss sowie am 19.12 im Rat der Stadt zur Abstimmung behandelt.

Auf den ersten Blick mag ein solches Biosphärenreservat eine engagierte Idee sein, die unter dem Deckmantel des Naturschutzes eigentlich uneingeschränkt zu akzeptieren ist. Dennoch gibt es bereits aus der Wirtschaft in Wilhelmshaven ernste Kritikpunkte an diesem Vorhaben. Allen voran steht der Umstand, dass die langfristigen Folgen eines Beitritts zum Biosphärenreservat nicht absehbar seien. Schon jetzt gehört ein Großteil der Landschaft rund um Wilhelmshaven zum UNESCO-Biosphärenreservat. Würden die Bereiche des Binnendeichs und damit Wilhelmshaven sich diesem Biosphärenreservat anschließen, werden der Platz in der Region und die Handlungsmöglichkeiten für Wirtschaft und Industrie weiter eingeschränkt. Durch die zusätzlichen Restriktionen eines Biosphärenreservats würde es zusätzlich zu verzögerten, versteuerten oder verhinderten Investitionen kommen.

Gerade in dieser Zeit in der die Stadt viele Zukunftspläne hat die Wirtschaft weiter voranzubringen, stellt der Plan zum Beitritt ins Biosphärenreservat eine unberechenbare Hürde da. Gerade die Rolle von Wilhelmshaven als einziger Tiefwasserhafen in Deutschland sollte im Fokus dieser Entscheidungsfindung stehen. So plant das Land Niedersachen in Zukunft die zweite Baustufe des JadeWeserPorts zu realisieren. Inwiefern der Beitritt zum Biosphärenreservat die Martine Wirtschaft einschränkt, ist bis jetzt noch nicht absehbar. Auch die Landwirtschaft in der Region sieht große Einschränkungen auf sich zu kommen. Bereits in der Vergangenheit hat die Nationalparkverwaltung gezeigt, wie restriktiv sie mit ihrer Zuständigkeit im Bereich des Außendeichs verfährt. Darüber hinaus bedeutet ein solches Biosphärenreservat unberechenbare Zukunftsaussichten für die Landwirtschaft, was gerade für diese Industrie, die mit Investions-Finanzierungen mit Laufzeiten von 20 bis 30 Jahren arbeitet, unannehmbar ist.

Fern ab von den Problemen und Einschränkungen für Wirtschaft und Handel fehlt auch die Notwendigkeit für zusätzliche Biosphärenreservate. Bereits jetzt gibt es umfangreiche Gebietskulissen zum Schutz von Natur und Landschaft. Deswegen bedarf es keiner zusätzlichen Entwicklungszonen auf Gemeindeebenen, die nur dazu führen das essentielle Arbeiten wie die an Infrastruktur erschwert würden. Zuletzt sind die Vorteile durch Förderungen nicht zu erwarten. Auch der Tourismus würde sich durch ein Biosphärenreservat, das Touristen weder anfassen noch sehen können, nicht nennenswert verbessern.

Auch wenn sich die Gespräche um den Beitritt in ein Biosphärenreservat noch im frühen Stadium befinden, müssen gerade die Bedenken und Ängste der Wirtschaft und Industrie quasi der Motor unserer maritimen Region, in diese Entscheidungen mit einfließen. Der AWV repräsentiert mit seinen partnerschaftlich verbundenen Verbänden der Metall- und Elektroindustrie Nordmetall sowie AGV Nord und der regenerativen Energiebranche nordwindaktiv mehr als 380 Mitgliedsunternehmen, die für rund 45.000 sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse stehen.

Aktuelle News.

21. Mai 2026

MOSOLF stärkt internationales Automotive-Netzwerk mit neuem Hub in Du...

Standort in Jafza erweitert globale Fahrzeuglogistik-, PDI- und Technikkapazitäten der MOSOLF Gruppe Die MOSOLF Gruppe baut ihre internationale Präsenz im Bereich Automotive- und Hafenlogistik weiter aus und hat einen neuen …

Weiterlesen
19. Mai 2026

Generation Z im Fokus

Studierende der Jade Hochschule initiieren Medienprojekt zu Social Media Instagram, TikTok und Co. bestimmen den Alltag vieler junger Menschen. Doch wie wirken sich soziale Medien auf Selbstbild, Verhalten und psychische …

Weiterlesen
15. Mai 2026

So geht mobil in der VEJ-Region!

Es gibt tolle Neuigkeiten: die Verkehrsregion Ems-Jade (VEJ) befindet sich mitten im Wandel zum Umwelt- und Mobilitätsverbund.Seit 1997 setzt sich die VEJ für den kontinuierlichen Ausbau des ÖPNV-Angebots ein. Fest …

Weiterlesen
12. Mai 2026

Turbo-Technik erhält Auftrag zur Integration des NH90 Sea Tiger auf F...

Das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) hat heute die Verträge zur Integration des Bordhubschraubers NH90 Sea Tiger auf den Fregatten der Klasse F124 mit der Turbo-Technik …

Weiterlesen
8. Mai 2026

Zwischen Transfergerüchten, Bratwurst und Bundesliga-Talk

Wirtschaft trifft Sport bringt Netzwerk, Einblicke und Fußball-Leidenschaft zusammen Was passiert, wenn Sportjournalismus auf die regionale Wirtschaft trifft? Es entsteht ein Abend voller spannender Geschichten, authentischer Einblicke hinter die Kulissen …

Weiterlesen
7. Mai 2026

Personalleiterrunde im Austausch: Suchtprävention im Betrieb

Austausch und Einblicke bei der Neuen Jadewerft GmbH Die jüngste Sitzung der Personalleiterrunde führte die Teilnehmenden zur Neuen Jadewerft – und bot neben spannenden Einblicken in die Wilhelmshavener Werft, die …

Weiterlesen
7. Mai 2026

30.000 MINT-Fachkräfte fehlen im Norden – gezielte Maßnahmen nöti...

In der Metall- und Elektroindustrie der fünf norddeutschen Bundesländer fehlen immer noch rund 30.000 MINT-Fachkräfte. Bundesweit sind es fast 134.000. Das zeigt der neue MINT-Report des Instituts der deutschen Wirtschaft. …

Weiterlesen
7. Mai 2026

Studierende bescheinigen der Jade Hochschule im CHE-Ranking gute Noten

Besonders punktet der Studiengang Betriebswirtschaftslehre Die Studierenden der Jade Hochschule sind mit ihren Studienbedingungen durchweg zufrieden. Das zeigen die neuen Ergebnisse des CHE Hochschulrankings 2026/27 für die Rechts- und Wirtschaftswissenschaften …

Weiterlesen
24. April 2026

1.000‑Euro‑Prämie: Zusätzliche Kosten statt echter Entlastung

Die nun final beschlossene 1.000‑Euro‑Einmalprämie für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wird öffentlich als Beitrag zur Unterstützung in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten diskutiert. Aus Sicht vieler Unternehmen – insbesondere im Mittelstand – wirft …

Weiterlesen
13. April 2026

Kreislaufwirtschaft trifft HR – Personalleiterrunde zu Gast bei Nehl...

Die letzte Personalleiterrunde führte uns zur Nehlsen AWG GmbH & Co. KG ins Wangerland. Das traditionsreiche Unternehmen blickt auf über 100 Jahre Erfahrung in nachhaltigen Dienstleistungen und verantwortungsvollem Wirtschaften zurück …

Weiterlesen

Zum Newsroom