Zurück zur Übersicht 26. Oktober 2022

Norddeutsche Industrie massiv betroffen von den Auswirkungen der Energiekrise

Fast jedes Unternehmen der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie ist von der aktuellen Energiekrise betroffen. 67 Prozent leiden stark unter den gestiegenen Kosten für Energie und energieintensive Vorleistungen – elf Prozent sogar in existenzbedrohender Weise. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage der Arbeitgeberverbände NORDMETALL und AGV NORD, an der sich mehr als 90 Mitgliedsunternehmen beteiligt haben.

„Die Lage ist leider eindeutig, nämlich wirklich schlecht“, sagt Dr. Nico Fickinger, Hauptgeschäftsführer von NORDMETALL und AGV NORD. Und das, obwohl die norddeutschen M+E-Betriebe eifrig Energie sparen: Rund 90 Prozent der Unternehmen haben entsprechende Maßnahmen ergriffen, vor allem zur Reduktion des Gasverbrauchs. Jedem vierten Unternehmen ist das in großem Umfang gelungen. Eine Weitergabe der massiv gestiegenen Energie-Einkaufspreise ist aber nur 15 Prozent der Betriebe möglich. 38 Prozent können die Kosten nur teilweise weitergeben, 19 Prozent überhaupt nicht. Zugleich ist die Hälfte der Unternehmen von Stornierungen oder Verschiebungen bereits erteilter Aufträge betroffen. Ein weiteres Viertel rechnet in den kommenden Monaten damit.

„81 Prozent der Industrieunternehmen im Norden erwarten einen weiteren Rückgang ihrer Gewinne – eine beängstigende Dimension“, sagt Fickinger. „Das verschlechtert nicht nur die Position der Betriebe im internationalen Wettbewerb. Die Lage gefährdet auch hierzulande dringend benötigte Investitionen in Innovation, Forschung und Entwicklung.“ Für fast zwei Drittel der befragten Unternehmen folgt aus der aktuellen Energiekrise ein deutlicher Nachteil im harten internationalen Wettbewerb. 65 Prozent der Unternehmen müssen Investitionen verschieben oder ganz streichen, 19 Prozent tun dies bei den Ausgaben für Forschung und Entwicklung. Zudem gehen 22 Prozent der Betriebe davon aus, dass sie Personal abbauen müssen, 20 Prozent rechnen mit Kurzarbeit, und 17 Prozent werden Produktion an günstigere Standorte im Ausland verlagern müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Mit Blick auf die laufenden Tarifverhandlungen in der M+E-Industrie konstatiert Fickinger: „Die Situation ist bedrohlich – für Arbeitgeber und Beschäftigte gleichermaßen. Darauf muss unser Tarifabschluss Rücksicht nehmen.“

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