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Tag 1 – Teil 2: Von der Ukraine-Krise zum Energieträger Wasserstoff

Der Nachmittag des 26.4. brachte der Delegation des AWV Jade einen Besuch der Staatssekretärin im Verteidigungsministerium und Abgeordneten der Landkreise Wilhelmshaven, Friesland, Wittmund Siemtje Möller. Sie konnte uns interessante Einzelheiten zu den Lieferungen von Luftabwehrpanzern „Gepard“ an die Ukraine berichten, die inzwischen beschlossen worden waren. Gleichzeitig konnte Siemtje Möller übermitteln, dass Deutschland im Vergleich der Helfer der Ukraine eher gut dasteht: Lieferungen werden im Gegensatz zu anderen Partnern nicht nur angekündigt, sondern auch schnell ausgeliefert. Weitere und oft plakative Forderungen seien nur mit viel Abstimmung zu erfüllen – Material setze auch voraus, dass Ausbildung mitgedacht werden müsse. Kein Land der Welt habe bisher Ausrüstung in diesem Umfang und dieser Qualität an die Ukraine geliefert.

Im anschließenden Termin im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz traf die Delegation auf Dr. Philipp Stammler. Im wunderschönen Eichensaal des historischen Gebäudes, das einst als Invalidenkrankenhaus erbaut worden war, konnte der Referatsleiter „Wasserstoff-Strategie“ im Vorfeld der großen Veranstaltung am kommenden Mittwoch vermitteln, was die Strategie der Bundesregierung für Potentiale birgt. Wasserstoff sei eine Zukunftstechnologie, wenn er grün sei; andernfalls sei auch er nur eine Brücke, um unabhängiger von fossilen Brennstoffen zu werden. Herr Dr. Stammler beschrieb die Formen von Wasserstoff als „Regenbogen“: Grüner, gelber, blauer, grauer und „türkiser“ Wasserstoff kennzeichnen seine Herkunft und sein Potential. Blauer Wasserstoff beispielsweise ist umgewandeltes Erdgas, dessen CO2 sicher unterirdisch eingelagert wird. Ziel sei, grünen Wasserstoff zu erzeugen, indem man erneuerbare Energien nutze, um über Elektrolyse aus Wasser Wasserstoff und Sauerstoff zu erzeugen. Dafür könnten – gerade im Norden – die volatilen Energiemengen genutzt werden, die zum Beispiel aus der Windkraft ins Netz gespeist werden. Eine Schlüsseltechnologie? Noch seien wir nicht soweit, so Referatsleiter Dr. Stammler. Kurzfristig könne man grauen bzw. blauen Wasserstoff oder das Derivat Ammoniak als Antriebsquelle für Technologien nutzen. Langfristig aber gehe es darum, grünen Wasserstoff zu erzeugen oder in Kooperationen mit anderen erzeugen zu lassen – zum Beispiel dort, wo in windigen oder sonnigen Regionen ständig ein Energieüberschuss zu erwarten sei (bspw. Südamerika oder Australien). Der Transport sei das nächste – und energetisch-bilanziell hoch bedenkliche – Problem. In Aussicht stellen wollte Herr Stammler das Ziel, bis zum Jahr 2030 den Preis für ein Kilogramm grünen Wasserstoff auf 2- 3 Euro gesenkt zu haben.

Der erste Tag der Reise des AWV ging spät zu Ende und ließ die Delegation erschöpft, aber klüger zurück. Viele Unsicherheiten und Unwägbarkeiten der Zukunft wurden offen angesprochen. Die Delegation konnte engagiert die konkreten Interessen der Jade-Region an die richtigen Adressaten bringen. Spannend geht die Unternehmensreise in ihre letzte Phase: Das heute stattfindende Forum und der Parlamentarische Abend zur Zukunft der Energieversorgung – Energy Hub Port of Wilhelmshaven – schließt sich an den Besuch der Gruppe im Paul-Löbe-Haus an.

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