Unternehmerreise 2023: Fazit der ersten Tageshälfte
Ein ereignis- und informationsreicher Tag in Brüssel liegt (noch nicht ganz) hinter der Delegation. Noch laufen die Vorbereitungen für die Energy Hub Ports of Wilhelmshaven Podiumsdiskussion, aber schon jetzt kann der Tag als großer Erfolg gewertet werden. Ein kurzer Abriss der Termine und Diskussionen bis zum Nachmittag:
Erster Stopp: NATO-Hauptquartier
Der Besuch unserer Delegation im NATO Hauptquartier ermöglichte uns Gespräche mit gleich vier hochrangigen Militärs aus EU und NATO. Vor einem kurzen Impulsvortrag von Brigadegeneral Andreas Durst, dem deutschen Stabschef im NATO-Militärausschuss hörte die Gruppe Beiträge von Oberst Erb und den Kapitänen Strauch und Bornkessel.
Streiflicher und Resümees aus dem mehrstündigen Termin:
Das ursprüngliche NATO-Motto “Russland raushalten, USA drin halten, Deutschland klein halten” des 1. Generalsekretärs Ismay ist längst dem Ziel gewichen, Russland entschlossen entgegenzutreten, der Ukraine zu helfen, vor allem aber, die NATO als Konstrukt vereinigt zu halten. Von den europäischen und Partnern wird Deutschland – oft mehr als im eigenen Land – als Player gesehen, von dem Führung und Mut zur Eigeninitiative erwartet werden. Diese Rolle nimmt Deutschland bisher nur teilweise ein, selbst finanziell steht das versprochene Ziel, “mindestens 2%” des BIP einzusetzen, auf der Kippe: Selbst mit den 100 Millionen Sondervermögen kratzt Deutschland an dieser Marke, konnte 2023 1,57% und wird 2024 hoffentlich knapp das Ziel erreichen. Dennoch ist Deutschland nach den USA der zweitgrößte Unterstützer der Ukraine, was Lieferungen von Material und Munition angeht – auch das ist in Deutschland grundsätzlich weniger bekannt und anerkannt als in Europa.
Straßenblick auf das NATO-Hauptquartier
Die Zukunft der europäischen Verteidigungsstrategie sehen die Militärs in dem Wandel vom Krisenmanagement zum wieder wichtigen Ansatz “Collective Defense”. Abschreckung und Verteidigung spielen wieder eine Rolle, Krisenprävention und -management wird eine wichtige Aufgabe bleiben. Aber gerade die Cooperative Security zusammen mit den Partnern wird Kernaufgabe werden und über die Verteidigungsfähigkeit der Europäischen Gemeinschaft entscheiden.
Zweiter Stopp: Ständige Vertretung Niedersachsen in Brüssel
Im zweiten Termin des Tages traf die Gruppe inkl. des Teams vom Energy Hub Ports of Wilhelmshaven auf die Energie-Generaldirektion der Europäischen Kommission und konnte den Stand der Planung und einen Projektausblick in einer kompakten persönlichen Präsentation an die Direktionsmitglieder unter Leitung von Team Leader Anna Sanchez übermitteln – bis zum Ziel, bis Ende der Zwanziger Jahre in großem Stil grünen Wasserstoff zu produzieren. In einer spontanen Gesprächsrunde zeigten sich die europäischen Funktionäre interessiert und beeindruckt vom Fortschritt und der Geschlossenheit des Konzepts.
Neben Fragen zur Zukunft von grünem Wasserstoff und seiner Verwendung als Energielieferant kamen dabei auch vor allem Fragen der Lagerung und des Transports auf den Tisch – bis hin zum Aufbau des europäischen Leitungsnetzes bis in die Benelux-Staaten. Die von Hauptgeschäftsführer Henning Wessels ausgesprochene Einladung an das Direktionsteam, vor Ort in Wilhelmshaven in intensiveren Austausch zu treten, wurde begrüßt und angenommen.
In der “StäV” – Ständige Vertretung der Bundesrepublik in Brüssel
Till Spannagel, Leiter der Wirtschaftsabteilung, referierte über die Aufgaben der Ständigen Vertretung, die in einer Antennenfunktion sowohl das Empfangen als auch das Senden von Informationen umfassen: Vorschläge der Europäischen Kommission werden sowohl angenommen, kommentiert und nach Berlin kommuniziert als auch in der Gegenrichtung aufbereitet. Am Ende müssen die Positionen aus EU-Parlament, Europarat und Kommission in “Trilogen” bis zur Zustimmungsfähigkeit synchronisiert werden – keine leichte Aufgabe in einer EU mit (noch) 31 Mitgliedern. Speziell im Spannungsfeld Klima-, Energie- und Wirtschaftspolitik liegen noch viele Vorlagen in den Gremien der Kommission, die bis zum Ende der Legislatur im Juni 2024 kaum abgearbeitet werden können. Für das intensive Bemühen, die notwendigen Investitionen in den industriellen Umbau für die Energiewende zu ermöglichen, ist neben den komplexen Abstimmungsprozessen auf EU-Ebene auch der eigentlich begrüßenswerte Inflation Reduction Act der USA eine Gefahr, weil er dafür sorgen kann, dass Investitionen eher dort als hier getätigt werden.
Herr Spannagel konnte von der konkreten Absicht berichten, über einen neuen Code of Conduct bspw. IPCEI-Projekte (EU-geförderte Großprojekte von hohem Interesse für die Allgemeinheit) künftig zu beschleunigen: Best practices könnten als Vorbild dienen, Genehmigungsverfahren vereinfacht werden. Dennoch sind die Hürden nach wie vor groß, die Verzögerungen kritisch.
AWV, Prüfservice Nord und Loddo, Kirschenlohr und Partner erweitern Betreuungsangebot für Mitgliedsunternehmen Im Rahmen der Sitzung des Ausschuss für Arbeitsmedizin und Gesundheit im Unternehmen bei der EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven …
Harbour Energy, einer der größten Öl- und Gasproduzenten Deutschlands und führend bei der CO₂-Speicherung in Europa, und HES International, Europas größtes Unternehmen für Massengutumschlag, haben den nächsten Schritt ihrer Zusammenarbeit …
Im Rahmen der traditionellen Zusammenkunft des Freundeskreises Herrlichkeit Gödens während der weihnachtlichen Landpartie auf Schloss Gödens las Carolin von Nordeck aus den „Buddenbrooks“ die Passage über die Weihnachtsfeier der Lübecker …
Arbeitskreis SCHULEWIRTSCHAFT zu Gast im Innovation Lab der BBS Wilhelmshaven Der Arbeitskreis SCHULEWIRTSCHAFT traf sich zur letzten Veranstaltung des Jahres im Innovation Lab der BBS Wilhelmshaven. Im Mittelpunkt stand das …
MINT-Herbstreport 2025 Der veröffentlichte MINT-Herbstreport 2025 belegt erneut, dass Deutschland trotz konjunktureller Abkühlung vor einer strukturellen Fachkräftekrise steht: Allein in den norddeutschen Bundesländern fehlen knapp 30.000 ausgebildete Fachkräfte, Meisterinnen und …
Gemeinsam mit dem Arbeitgeberverband Ostfriesland und der AOK Niedersachsen haben wir im Energie-, Bildungs- und Erlebnis-Zentrum (EEZ) Aurich ein Netzwerktreffen für kleine und mittlere Unternehmen organisiert. Im Mittelpunkt stand ein …
PV-Anlage wird mit rund 17 MWp Leistung künftig 17.500 MWh erneuerbaren Strom pro Jahr erzeugen Inbetriebnahme für Juli 2026 geplant Uniper hat mit dem Bau des Photovoltaik-Projekts „Voslapper Groden“ in …
Wir stecken mitten in der Grippezeit und damit auch in der Hochsaison für Krankmeldungen – und immer öfter begegnen Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen dabei Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen, die ohne Arztgespräch ausgestellt wurden.Gerade jetzt …
In inspirierender Atmosphäre kamen Unternehmen der Jade Wirtschaftsregion sowie Unterstützer des Wilhelmshavener Handballvereins im November zur zweiten Runde von „Wirtschaft trifft Sport“ zusammen. Das neue Format bietet Raum für Austausch, …
Die Weihnachtsfeiertage gehören für die meisten Menschen zu den schönsten Momenten des Jahres. Für Menschen ohne festen Wohnsitz, sind diese Zeiten jedoch oft besonders belastend. Denn Wohnungslose Bürger haben leider …
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Turnstile. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Instagram. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.